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Burgen, Schlösser und Ruinen

Burgruine Königsberg

DE 97486 Königsberg in Bayern, Schloßberg 14

Die Burg war durch Schenkelmauern mit der Stadtbefestigung verbunden. Gut erkennbar ist noch der südliche Mauerzug hinunter zur katholischen Kirche St. Josef. Gegen die östliche Hochfläche schützt ein ca. acht Meter tiefer, ausgemauerter Halsgraben die Burg. Der Graben läuft an-schließend nur noch bis zu zwei Meter tief um die gesamte Ringmauer.
Das Mauerwerk der ovalen Ringmauer wurde großflächig neu verblendet und aufgemauert. Mehr Originalsubstanz zeigen die Stümpfe der beiden Geschützrondelle der Südseite. Der hohe Turm mit dem Fachwerkaufsatz im Westen ist bis auf den Sockel ein vollständiger Neubau der letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.Auf dem Burgplateau künden nur noch einige Mauerreste und der Burgbrunnen von der ehemaligen Innenbebauung.Die genaue Entstehungszeit der Burg liegt im Dunkeln. Lange Zeit vermutete man, dass sie nach der Zerstörung der Burg Bramberg im Jahr 1168 auf Befehl Kaiser Friedrich Barbarossas erbaut wurde. Die Kernburg bestand aus einer romanischen Ringmauer, einem an diese Mauer in der Nähe des Tores herangerückten Bergfried, verschiedenen Wirtschaftsgebäuden, einer 1317 erstmals erwähnten Kemenate und wahrscheinlich einem Saalbau (Palas). Von den letzten beiden Gebäuden sind noch Unterkellerungen und Grundmauern vorhanden. Anders als viele anderen Burgen blieb Königsberg vom Bauernkrieg verschont. Königsberg war bereits seit 1523 evangelisch. 1569 kam Königsberg wieder in sächsischen Besitz. In der Folgezeit wurde die Burganlage baufällig, sodass ab 1595 umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen notwendig wurden. So wurde zum Beispiel anstelle eines baufälligen Rondells im Westen ein quadratischer Wächterturm mit Fachwerkobergeschoss gebaut.

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