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Burgen, Schlösser und Ruinen

Burgruine Drachenfels

76891 Busenberg

Die Anfänge der Burg sind weitgehend ungeklärt. Der erste Niederadelige, der unstrittig mit der Burganlage im Wasgau in Verbindung gebracht wird, ist 1245 Walter von Drachenfels. Die bescheidenen Reste der Burg im östlichen Bereich werden dominiert vom Backenzahn, dem Bergfriedrest im Osten. Auf dem Felsen sind nur wenige originale Mauerzüge erhalten. Gleichwohl vermittelt ein Aufstieg durch die teilweise in den Fels geschlagenen Aufgänge einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Auf dem Plateau des ehemaligen Bergfrieds finden sich Reste einer Zisterne. In den Fels geschlagene Kammern, Balkenlöcher und Abarbeitungen an dem Sandsteinfelsen belegen, dass er einst fast komplett von Fachwerk- oder Steingebäuden umgeben war. Wesentlich mehr Bausubstanz ist von der Unterburg und der Toranlage erhalten. 1903 wurde bereits der Torturm durch zwei Rundbogenportale ergänzt. Man betritt zunächst den Torturm, der zwar später hinzugefügt wurde, jedoch durchweg aus Buckelquadern mit Zangenlöchern bestand. Darauf sind zahlreiche Steinmetzzeichen zu erkennen. Der Aufgang zur Oberburg erfolgte über einen an den Fels angelehnten älteren Turm. Zwischen beiden Tortürmen befindet sich heute ein Treppenaufgang, ursprünglich gab es hier wahrscheinlich eine Reitertreppe. Im Hof der Unterburg sind zwei Wirtschaftsgebäude teilweise erhalten. Am Kellereingang des westlichen Gebäudes ist die Jahreszahl 1515 zu erkennen. Im Keller des anderen Gebäudes befindet sich der heute zugeschüttete Burgbrunnen. Die Anlage auf dem westlichen Felsen verfügte über eine separate kleine Unterburg und eine eigene Toranlage südöstlich des Burgfelsens, von der Reste eines Flankierungsturms mit Maulscharten erhalten sind. Bei der Anlage der Burggebäude auf dem westlichen Burgfelsen wurde der ehemalige Halsgraben mit einem mehrgeschossigen Gebäude überbaut. Von diesem sind lediglich die Balkenlöcher vorhanden, von denen mehrere das in den Fels geritzte ältere Drachenbild durchschlagen. Nach Norden wurde der Hof durch eine halbrunde Mauer abgeschlossen.



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