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Burgen, Schlösser und Ruinen

Burgruine Giebichenstein

DE 06114 Halle (Saale), Seebener Strasse 1

Die heutige Burg Giebichenstein (Oberburg) wurde erst im 12. und 13. Jahrhundert errichtet. Wichmann urkundete seit 1154 mehrfach auf Giebichenstein. In diese Zeit datieren auch die ältesten ergrabenen Mauerreste auf der Oberburg. Auf dem vorher unbebauten Burgfelsen entstanden baueinheitlich Torturm, Ringmauer und Südturm. Neben dem engen Eingang durch den massiven romanischen Torturm existierte an der Ostseite offenbar ein zweiter Eingang. An der Südseite befand sich ein weiterer Turm. Für die Ringmauer wurde eine Höhe von mindestens 4,50 Metern ermittelt. Ansichten aus dem 16./17. Jahrhundert zeigen zwei übereinander gelegene Wehrgänge, die aber spätere Ergänzungen sein dürften. Ebenfalls in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaute man an die Ringmauer angelehnt an der Nordseite einen Wohnturm und den Palas. Der prächtigste Bau der Oberburg war der Palas an der Nordseite mit einer Größe von 36×11 Metern. Unter den Erzbischöfen Günther II. und Friedrich III. wurde in den Jahren 1445 bis 1464 die Unterburg errichtet. 1514 zogen die Erzbischöfe endgültig in die Moritzburg um. Im 16. Jahrhundert verfiel die Oberburg immer mehr. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden die Burg. Während der Besetzung fiel die Oberburg und Teile der Unterburg im Jahr 1637 einem verheerenden Feuer zum Opfer. 

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