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Burgen, Schlösser und Ruinen

Burg Leuchtenburg

Dorfstraße 100, 07768 Seitenroda, Deutschland

Am 15. April 1221 wurde die Burg das erste Mal urkundlich erwähnt, als Hartmann IV. von Lobdeburg-Leuchtenburg in Dornburg einen Rechtsstreit beilegte. Die Anlage besteht aus der rechteckigen Kernburg mit dem ursprünglichen Bergfried aus dem 13. Jahrhundert (einem 26 Meter hohen Rundturm), einem 1665 unter Verwendung älterer Bausubstanz erbauten Amtshaus, das den Turm umgibt (mit zwei Spitzbogentüren aus dem 15. Jahrhundert), einer angebauten Kirche von 1744–46, die ebenfalls Keller und Mauerteile eines älteren Gebäudes aufweist, das 1656 abgebrannt ist, ferner der jenseits des Zwingers ab etwa 1450 errichteten Ringmauer mit vier Flankierungstürmen, welche die ursprüngliche Ringmauer an etwa gleicher Stelle ersetzte, und der Vorburg mit zwei großen Gebäuden, die 1720–24 errichtet wurden, dem ehemaligen Zuchthaus und dem um ein Geschoss höheren Arbeitshaus, und schließlich dem 1837–39 erbauten Torhaus. Die Anlage wird von einem „gefütterten“ (mit Lehm und Steinen ausgekleideten) Graben umgeben, in dem Regenwasser stand. Der Laufhorizont des Hofes lag ursprünglich etwa 1,5 m tiefer. Die ursprüngliche Kernburg war schon im 16. und 17. Jahrhundert vielfach um- und neugebaut worden, ihre heutige Erscheinung geht weitgehend auf die Neubauten nach den großen Bränden von 1602 und 1658 zurück. Die Neubauten aus dem 18. Jahrhundert führten zu einer um einen engen Innenhof gruppierten kasernenartigen Vierflügelanlage. Im 19. Jahrhundert wurden kleinere neuzeitliche Bauten innerhalb der Anlage wieder abgerissen und der Bergfried mit einem Kegelhelm und Zinnenkranz versehen.



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