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Burgen, Schlösser und Ruinen

Burgruine Mühlburg

Thomas-Müntzer-Straße 04, 99869 Drei Gleichen, Deutschland

Mit einer Urkunde vom 1. Mai 704 schenkte der thüringische Herzog Hedan II. das Castello Mulenberge, zusammen mit Gütern in Mulenberge (Mühlberg), Arnestati (Arnstadt) und Monhora (Großmonra), dem Missionar und Bischof Willibrord. Ob dieses Kastell bereits an der Stelle der heutigen Mühlburg stand, ist nicht gesichert, zumal es sich dabei nicht um eine gemauerte Anlage handelte. Wahrscheinlich reicht die Vorgeschichte der Burg bis in die Zeit des Thüringer Königreiches und dessen Unterwerfung im Jahre 531 durch die Franken zurück. Man betritt die Burg von Süden, vom Bergrücken zwischen der Mühlburg und der Wachsenburg, der Schlossleite, her. Eine Holzbrücke führt über den Halsgraben, einen Teil des die Burg umlaufenden Wallgrabens, der zu den mächtigsten seiner Art in Thüringen zählt. Hinter dem Halsgraben trifft man auf die Reste der Zwingermauer, dann auf die Ringmauer und die Mauer der Kernburg. Über allem thront der 22 m hohe Bergfried, der eine Wandstärke von 2,7 m und einen Durchmesser von 7,4 m aufweist. Diese vier Hindernisse machten es Angreifern schwer und waren im 13. Jahrhundert wehrtechnisch für eine stark befestigte Burg auf dem neuesten Stand. Das Torhaus als Teil der Zwingermauer ist nur noch in Resten erhalten. 
Innerhalb der Kernmauer war die Burg auf gewachsenem Fels errichtet worden. Dadurch war ein Unterminieren so gut wie unmöglich.



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